In der sozialen sambischen Tradition schauen Eltern zu ihren Kindern. Wenn diese zu Erwachsenen herangewachsen sind, ist es an ihnen, für ihre älter werdenden Eltern zu sorgen. Durch die hohe Aidsrate in Sambia werden aber nicht nur Kinder zu Vollwaisen, auch ältere Menschen verlieren ihre Familie und sie müssen ihrerseits aber für die Enkelkinder sorgen. Aids und die Landflucht wegen Arbeitslosigkeit hat die Familienstrukturen vielerorts zerstört. Viele ältere Menschen leben am Rand des Existenzminimums, oft ist der Hungertod ganz nah.  Es gibt in Sambia kein funktionierendes Sozialsystem, welches diesen Menschen helfen könnte.

 

Um älteren Menschen in solchen Verhältnissen zu helfen, wurde das Old People‘s Village Mulele in Mpanshya gebaut. Mulele hat momentan 10 Bewohner, unterstützt aber noch etwa 20 weitere arme Familien, deren Grosseltern bei ihnen leben und mitversorgt werden. Finanziert wird es unter anderem durch eine Bäckerei. Im eigenen Garten wird das Gemüse selbst angebaut.

 

Leider lassen sich die Kosten nicht alleine durch die Einnahmen der Bäckerei decken. Auch der „Export“ des frischen Brotes nach Lusaka auf den Markt oder in Restaurants ist nur beschränkt möglich, nachdem die Regierung Sambias den Treibstoffpreis um 20% erhöht hat und nun soviel kostet wie in Schweiz! Es müssen also andere Wege gefunden werden, die anfallenden Kosten von CHF 100.-- pro Person und Monat zu finanzieren. Platz ist für ca. 20 Personen vorhanden.

 

Wir besuchen Mulele und seine Bewohner immer wieder und es ist uns ein grosses Anliegen, ihnen finanziell ein würdiges Dasein zu ermöglichen.

 

Nebst einmaligen Spenden suchen wir auch Personen, die bereit sind, eine Patenschaft für einen betagten Menschen zu übernehmen. Wer sich dafür interessiert, möge sich bei mir melden, ich gebe persönlich gerne Auskunft über die Möglichkeiten.

Patenschaften für betagte Menschen


Neu versucht der Verein, auch Patenschaften für ältere Menschen zu platzieren. Folgende beiden Patenschaften sind möglich:


  1. Eine Patenschaft für einen Bewohner des Altersheims Mulele. Diese kostet CHF 100.00 im Monat, also CHF 1'200.00 im Jahr. Die Pensionäre, welche in Doppelzimmern untergebracht sind, erhalten drei Mahlzeiten pro Tag, Hygieneartikel, Kleider und Schuhe usw.
  2. Eine Patenschaft einer betagten Person im neuen Outreach-Programm. Diese kostet CHF 250.00 im Jahr. Die betroffenen Personen leben in ihrem Dorf im Kreise ihrer Familie. Sie erhalten einmal monatlich Grundlebensmittel, Hygieneprodukte, Waschmittel und div. andere Kleinigkeiten. Somit werden sie nicht zur Belastung ihrer Familien, da sie nicht mehr für sich selbst sorgen können, die Familien aber zu arm sind, um noch zusätzlich eine Person mehr zu ernähren. Andererseits schauen die älteren Leute oftmals zu ihren Enkelkindern.

Haus-Projekt


Um die täglichen Kosten des Altersheimszu decken, wurden 10 kleine, preisgünstige Häuser zum Vermieten gebaut, genauer: 5 Zweifamilienhäuser. Die Nachfrage nach Wohnraum ist gross im schnell wachsenden Distrikt. Mit den Mieteinnahmen von einem Zweifamilienhaus können 7 ältere Menschen versorgt werden.

Durch das “Haus Projekt” können die notwendigen Finanzen selber in der Gegend generiert und so die Abhängigkeit von Spenden vermindert werden . Damit wird Mulele eine nachhaltige Institution für viele weitere Jahre.